1) Salzteig-Obst backen

Sprachliches Förderziel: Eigenschaften der Obstsorten kennenlernen: a) Form: rund, länglich, oval usw. b) Größe: groß, klein, klitzeklein usw. c) Farbe (beim späteren Anmalen): rot, orange, gelb, dunkellila/blau, fast schwarz usw.

Wortschatz: der Pfirsich, die Ananas, die Pflaume, die Aprikose, die Birne, der Apfel, die Zitrone, die Orange, die Himbeere, die Brombeere, die Banane, die Johannisbeere

Material: Für den Salzteig braucht man 2 Tassen Mehl und eine Tasse Salz. Anschließend den Teig unter Hinzugabe von Wasser zu einer formbaren Masse kneten.

Vorgehen: Der Therapeut bringt die Zutaten für einen Salzteig mit. Der Therapeut erklärt dem Schüler, was sie mit dem Salzteig basteln werden. Anschließend darf der Schüler die Zutaten in eine Schüssel geben und unter Hinzufügen von Wasser durch den Therapeuten zu einer formbaren Masse kneten. Wenn der Teig fertig ist, basteln Therapeut und Schüler gemeinsam Obstsorten. Dabei stellt der Therapeut dem Schüler Fragen zu Form und Größe der Obstsorten. Der Salzteig muss für ca. 45 Minuten bei etwa 150°C in den Backofen, bis der Teig hart ist. Wenn das Obst fertig gebacken wurde, können Therapeut und Schüler es gemeinsam anmalen. Der Salzteig ist sehr einfach und preiswert herzustellen und eignet sich sehr gut für eine Therapie mit Kindern, da man Objekte in 3D herstellen kann und sie dadurch die Kinder auch sehr ansprechen.

Variation: Der Salzteig eignet sich bestens für sämtliche Themengebiete und kann nach Belieben zum Basteln eines anderen Gegenstandes verwendet werden.

Außerdem kann man mit dem Salzteig verschiedene Spielformen zum Wortabruf spielen: z.B. ,,blinde Kuh“, Kim-Spiele, Versteckspiele usw.

2) Kaufladen: Obst einkaufen

Sprachliches Förderziel: Der Kaufladen eignet sich für die Umsetzung einiger Ziele wie Wortabruftraining oder die Einführung der Artikel. Wortschatz: der Pfirsich, die Ananas, die Pflaume, die Aprikose, die Birne, der Apfel, die Zitrone, die Orange, die Himbeere, die Brombeere, die Banane, die Johannisbeere

Material: Kaufladen mit verschiedenem Obst aus Salzteig, Kasse aus Karton mit Spielgeld (Spielgeld kostenlos in einigen Banken erhältlich), Namensschild für den Verkäufer

Vorgehen: Der Therapeut kann einige Obstsorten für die erste Stunde bereits selbst basteln und gleich mit den ersten Einkäufen beginnen. Der Verkäufer bekommt ein Namensschild, um die Spielsituation realistischer und attraktiver zu gestalten. Nun kann abwechselnd eingekauft werden. Je nach sprachlichem Förderziel kann der Kaufladen zur produktiven Wortschatzarbeit oder zur rezeptiven Wortschatzarbeit eingesetzt werden.

Variation: 1) Damit der Schüler bei der produktiven Wortschatzarbeit einen möglichst hohen Sprechanteil (der Zielstruktur) hat, kann der Therapeut beispielsweise einen alten Mann beim Einkaufen spielen, der nicht mehr richtig sehen kann. Als Verkäufer könnte der Therapeut sich extra in der Kasse ,,vergraben“, damit der Schüler beim Bezahlen extra laut die eingekauften Artikel aufzählen muss, damit der Verkäufer sie in die Kasse eintippen kann usw. 2) Bei der rezeptiven Wortschatzarbeit kann der Schüler dem Therapeuten beispielsweise helfen den Kaufladen einzuräumen, indem der Therapeut immer eine Obstsorte aus einer Kiste nimmt und z.B. sagt: ,,Hier die Banane, hier der Apfel usw.“ 3) Man kann den Kaufladen zu verschiedenen Themen vielseitig einsetzen: -,,den Kaufladen gemeinsam einräumen“ -,,der Kaufladen wurde ausgeraubt“ -,,der Kaufladen feiert Neueröffnung“ -,,heute dürfen im Kaufladen nur gelbe, rote, grüne usw. Obstsorten eingekauft werden, nur Zitrusfrüchte/Kernobst/Südfrüchte/Beerenobst/Steinobst, nur Obst, das sauer, süß schmeckt usw.“ -,,der Kaufladen erhält eine neue Lieferung“ -,,oh nein, in einer Lieferung haben Parasiten das Obst angegriffen“ -,,Wasserrohrbruch“ -,,der Kaufladen hat ein Angebot: Alle Südfrüchte/ gelben Früchte/ Früchte mit 2/3 Silben zum halben Preis usw.“

4) Der Kaufladen kann auf alle Lebensmittel ausgeweitet werden.

Autorin: Yasmina Abd Elrahman

Fingerpuppen basteln

Zielsetzung: Wortschatz: Merkmale der Tiere (Horn, Fell, Feder, Ohr, Schwanz, Flügel, Schnabel)

sprachliches Förderziel: Verwenden der Merkmale von Tieren (Nomen)

Material: blanko Fingerpuppen (z.B. bei Wehrfritz erhältlich), Tonpapier, Stoff, Pfeiffenputzer, Nadel und Faden, Stoffmalstifte, Wolle, Heißkleber oder was man sonst noch zur Verfügung hat

Durchführung: - Die Kinder sollen die in der Therapie verwendeten Tiere basteln. - Dabei müssen die Kinder automatisch Wörter wie Hörner, Schwanz, Flügel, … verwenden, um deutlich zu machen, wofür sie das Material brauchen. („Ich brauche Papier für den Schwanz.“)

Die Fingerpuppen kann man die ganzen Fördersequenzen über verwenden und viele Spiele darauf aufbauen (siehe Ausflug der Tiere)

von Veronika Maier und Johanna Wrede

Ausflug der Tiere Zielsetzung: Wortschatz: Fortbewegungsarten der Tiere (kriechen, fliegen, schwimmen) sprachliches Ziel: Verwendung der Fortbewegungsarten der Tiere (Verben) –> kann sowohl zum rezeptiven, als auch zum aktiven Wortabruf verwendet werden

Material: Baum, See, Wiese, Tiere (z.B. als Finger- oder Handpuppen)

Durchführung: Rezeptiv: Der Therapeut erzählt eine Geschichte über den Ausflug der Tiere. Die Tiere wollen gemeinsam einen Freund besuchen. Der Vogel fliegt los und ruft zu den anderen: „Na los, kommt mit!“ Aber der Fisch kann nicht fliegen. „Halt, warte! Ich kann das nicht.“ Die kluge Schlange mischt sich ein: „Ist doch nicht schlimm. Jeder reist, wie er will. Ich krieche, du Fisch, du schwimmst und du Vogel fliegst.“ Somit konnten die Tiere ihre Reise doch noch antreten. Nun soll das Kind die Tiere reisen lassen. Der Therapeut fordert das Kind auf: „Lass den Vogel über den Baum fliegen!“ oder „Der Otter kriecht ins Wasser.“

Aktiv: Nun darf das Kind auffordern (entweder abwechselnd mit dem Therapeuten oder bei mehreren Kindern kann sich der Therapeut ganz zurückhalten).

von Veronika Maier und Johanna Wrede

„Feuer-Wasser-Blitz“ Zielstruktur: Nomen und Verben zum Wortfeld Tiere

sprachliches Ziel: rezeptive und produktive Wortschatzsicherung (Nomen und Verben)

Material: Trommel, Bildkarten

Durchführung: Der Therapeut trommelt und die Kinder laufen im Zimmer umher. Hört er auf zu trommeln hält er entweder eine Bildkarte hoch oder ruft ein Wort. Die Kinder müssen dieses nun ausführen (z.B. „schwimmen“: Die Kinder machen Schwimmbewegungen, „Ohr“: Die Kinder zeigen auf ihre Ohren). Zum Schluss dürfen die Kinder auch trommeln und ein Wort nennen.

von Veronika Maier und Johanna Wrede


Umzugschaos

Zielsetzung: Hyperonyme finden –> zu den verschiedenen Zimmer mit deren Inhalt (Wohnzimmer: Sofa, Fernseher; Schlafzimmer: Schrank, Bett; Küche: Herd, Kühlschrank; Bad: Dusche, Klo)

Sprachliche Förderziele: Hyperonyme, Kategorisieren –> Oberbegriff: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad

Materialien: Kisten, Puppenmöbel, BK, Stifte

Vorgehen: Gegenstände, BK liegen gemischt auf dem Tisch/ Boden. Das Kind soll nun die Dinge sortieren. Therapeut fragt nach Grund der Zuordnung. Nach Klärung des Grundes und Einsortieren aller Gegenstände beschriftet das Kind die Box mit dem Oberbegriff.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Rahmenhandlung: Umzug: Es müssen Kisten gepackt und beschriftet werden, damit beim Umzug kein Chaos entsteht Sammeln weiterer Hyponyme (was würde noch in die Kiste passen?)



Frag nach!

Zielsetzung: Monitoring des SV (für die Kinder bekannte Begriffe: Banane, Apfel, Orange + unbekannte/ sehr schwierige Begriffe: Physalis, Avokado, Ingwer)

Sprachliche Förderziele: Positive Fragehaltung anbahnen, zum Nach- und Mitdenken anregen

Materialen: Obst/Ingwer oder BK (bekannte und unbekannte); Würfelbilder 1-6; Sprechblasen zum Monitoring s. Reber/ Schönauer- Schneider

sprechblasen.doc

Vorgehen: Therapeut gibt Anweisungen welcher Gegenstand/welche BK auf welches Würfelbild gelegt werden soll. Kind ordnet zu und gibt an ob es sich ganz sicher (grüne Sprechblase), nicht sicher (orange) ist oder ob die gehörte Anweisung gar nicht sein kann (rot). Für den letzen Fall sollte der Therapeut absichtlich Fehler einbauen ( schwarze Tomate, etwas, was nicht da ist…). Kind wählt dazu die passende Sprechblase aus. Bei orange und rot wird das Kind gezielt zum Nachfragen angeregt. (Was kannst du jetzt machen?)

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Handpuppe ist verzweifelt, weil sie Dinge sortieren soll, aber sich nicht mehr sicher ist was das alles ist. Kinder sollen ihr helfen!

Variation: Gegenstände + Präpositionen statt Würfelbildern (z.B. stell … hinter …)


Spiel der Sinne

Zielsetzung: Wiederholung des gelernten Wortschatzes (Orange, Ananas, Apfel, Himbeere, Birne)

Sprachliche Förderziele: WS Sicherung mit allen Sinnen

Materialen:Spielfeld, Bildkarten, Fühlsäckchen, Hörbeispiele (Beschreibung des Obstes), Riechdöschen, Probiergläschen, Spielfiguren, Würfel mit nur 3 Ziffern

spiel_der_sinne.doc

Vorgehen: Kind und Therapeut spielen das Spiel, sobald sie auf ein Ereignisfeld kommen müssen sie verschiedene Aufgaben erledigen. Actionfeld: Begriff muss erfühlt, erhört, erkannt… werden Fragefeld: Umschreibung verschiedener Begriffe (wie Tabu) durch T und Kind muss raten Schau hin: BK muss erkannt werden Bei richtiger Antwort darf die Spielfigur ein Feld weiter und der nächste ist dran. Ist die Antwort falsch wird aufgelöst aber der Spieler bleibt auf dem Feld und hat in der nächsten Runde nocheinmal einen Versuch

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Je nach momentanem Arbeitsfeld werden die Ereignisfelder dem Thema angepasst. Auch für mehrere Mitspieler geeignet:  Variation des Fragefelds: Der Spieler, der dran ist muss beschreiben.

von Sabine Seibt und Sandrine Metzner


Kleider-Domino

Zielstruktur:

  • Wortschatz Kleidung (Nomen: die Bluse, das Hemd, der Pullover, der Reißverschluss, die Socke, der Stiefel, das Top, das Tuch, der Turnschuh, das T- Shirt)

Sprachliches Förderziel:

  • Elaboration von Wörtern auf der Inhaltsebene (Lemma)  Elaboration der semantischen Information

Materialien:

  • Dominokarten

Vorgehen:

  • Sowohl für ein Kind, als auch für mehrere Kinder geeignet. Die Kinder sitzen mit dem Therapeuten zusammen an einem Tisch. Der Therapeut legt die erste Dominokarte aufgedeckt in die Mitte des Tisches. Die restlichen Dominokarten liegen ebenfalls offen vor den Kindern. Eine Karte besteht jeweils aus zwei Teilen, auf der ersten Hälfte befindet sich ein Bild, auf dem ein Kleidungsstück abgebildet ist. Auf der zweiten Hälfte steht eine Beschreibung eines anderen Kleidungsstückes. Die Kinder müssen nun eine neue Dominokarte finden, auf welche das passende Bild zur Beschreibung abgebildet ist.

Das Domino lässt sich folgendermaßen variieren:

  • Den Bildern kann eine Beschreibung zugeordnet werden (Umkehrung)
  • Den Bildern kann das Wort zugeordnet werden
  • Dem Wort kann das Bild zugeordnet werden
  • Dem Wort kann eine Beschreibung zugeordnet werden
  • Der Beschreibung kann ein Wort zugeordnet werden

Ideen zur Umsetzung:

  • Die Dauer des Spiels kann beliebig verkürzt oder verlängert werden, indem entsprechend die letzten Dominokarten entfernt oder zusätzliche Dominokarten hinzugefügt werden
  • Die Kinder dürfen sich zuerst Beschreibungen zu einem Bild ausdenken. Im Anschluss daran, dürfen sie die passende Karte suchen und sich somit selbst überprüfen. (geeignet für die Umkehrungs-Variante)


Angelspiel

Sprachliche Förderziele:

  • rezeptive Wortschatzarbeit, produktive Wortschatzarbeit, Automatisierung

Materialien:

  • entweder gekauftes Angelspiel oder viereckiger nach oben offener Karton und Stock mit Seil und einem Magnet unten, Bildkarten mit einer Büroklammer

Vorgehen: Bei dem Angelspiel sind viele verschiedene Spielformate möglich je nachdem welches sprachliches Förderziel erreicht werden will

1. Rezeptive Wortschatzarbeit

  • Der Therapeut gibt ein Wort vor und das Kind darf solange angeln bis es die entsprechende Wortkarte geangelt hat. Das Spiel ist auch mit mehreren Kindern möglich dabei angeln sie abwechselnd und die richtige Karte darf behalten werden. Die anderen Karten werden wieder zurück in das „Aquarium“ geworfen.

2. Produktive Wortschatzarbeit:

  • Die Kinder angeln abwechselnd und benennen die entsprechende Bildkarte.

3. Automatisierung:

  • Der Therapeut gibt eine bestimmte Eigenschaft oder einen Oberbegriff vor und nur entsprechende Bildkarten dürfen behalten werden. Hier kann das Kind auch versprachlichen warum es diese Karte (nicht) behalten darf.

von: Thea Herbert


Abwerfspiel

Sprachliche Förderziele:

  • rezeptive Wortschatzarbeit, produktive Wortschatzarbeit, Automatisierung

Materialien:

  • größere laminierte Bildkarten, nasse Wattebällchen, Klebestreifen

Vorgehen: Zunächst müssen die Bildkarten mit Klebestreifen an einer Tür oder Wand befestigt werden. Nun sind je nach Förderziel verschiedene Varianten möglich.

1. Rezeptive Wortschatzarbeit:

  • Der Therapeut benennt eine Bildkarte und der Schüler muss versuchen diese mit einem nassen Wattebällchen abzuwerfen.

2. Produktive Wortschatzarbeit:

  • Entweder wird abwechselnd geworfen und benannt (ein Spieler wirft und der andere benennt die getroffene Bildkarte) oder derjenige der wirft benennt im Anschluss die abgeworfene Bildkarte.

3. Automatisierung:

  • Der Therapeut benennt bestimmte Eigenschaften oder Oberbegriffe und der Schüler darf nur die entsprechenden abwerfen.

von: Thea Herbert

Wir würfeln!

Zielstruktur:

  • Wortschatz Kleidung (Adjektive: kariert, gestreift, sportlich, festlich)

Sprachliches Förderziel:

  • Elaboration von Wörtern auf der Inhaltsebene (Lemma) - Elaboration der semantischen Information

Materialien:

  • Ein großer Holzwürfel (aus dem Kunst-& Bastelgeschäft oder einem Würfelpuzzle, das man noch daheim hat)
  • Je 6 laminierte Bilder (1 karierte Jacke, kariertes T- Shirt, gestreiftes Top, gestreiftes Hemd, Trainingsjacke, Blazer) auf einen Holzwürfel kleben
  • Wortkarten mit Adjektiven zum Wortfeld Kleidung

Vorgehen:

  • Sowohl für ein Kind, als auch für mehrere Kinder geeignet. Die Kinder sitzen mit dem Therapeuten zusammen auf einem Teppich. Die Kinder würfeln abwechselnd ein Kleidungsstück. Zu diesem Kleidungsstück finden die Kinder mit Hilfe der Wortkarten ein passendes Adjektiv, welches das Kleidungsstück beschreibt. Bsp. beschreibt das Adjektiv „kariert“ das Bild, auf welchem eine karierte Jacke abgebildet ist.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten:

  • Würfel können beliebig gestaltet werden (Schrift- Bild- Zuordnung, Wortarten)
  • Wortkarten können beliebig gewählt werden (Wortart)
  • Das Wortfeld kann beliebig gewählt und die Materialien dementsprechend angepasst werden


Ich räume meinen Kleiderschrank auf!

Zielstruktur:

  • Wortschatz Kleidung (Nomen: die Bluse, das Hemd, die Hose, der Pullover, der Rock, die Socke, der Schal, der Stiefel, die Strumpfhose, das Top, der Turnschuh, das T- Shirt)

Sprachliches Förderziel:

  • Elaboration von Wörtern auf der Inhaltsebene (Lemma) → Elaboration der semantischen Information

Materialien:

  • Wortkarten zum Thema Kleidung mit magnetischem Klebeband versehen
  • 1 magnetische Angel
  • 1 Kleiderschrank (aus leerer Pappschachtel mit zwei Verschlussflügeln als Türen gebastelt)
  • Beliebig viele Schubladen (aus Fotokarton gebastelt; jede Schublade ist mit einer Kategorie beschriftet)

Vorgehen:

  • Sowohl für ein Kind, als auch für mehrere Kinder geeignet. Die Kinder sitzen mit dem Therapeuten zusammen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegt der gebastelte eindimensionale Schrank. Die Wortkarten werden verdeckt (mit der magnetischen Seite nach oben) auf dem Schrank ausgebreitet, so dass sie sich möglichst nicht überlappen. Die Kinder dürfen abwechselnd je ein Wort angeln und dieses der jeweiligen Schublade (mit passender Kategorie) zuordnen. Bsp.: Das Kind angelt das Wort „Pullover“ und darf dieses anschließend in die Schublade mit der Kategorie „Oberteile“ ablegen.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten:

  • Kategorien können beliebig gewählt werden (Anzahl, Wortart)
  • Wortkarten können beliebig gewählt werden (Anzahl, Wortart)
  • Das Wortfeld kann beliebig gewählt werden und die Materialien dementsprechend angepasst z.B. Wortfeld „Meer“ & passend dazu die Wortkarten auf ein Meer legen bzw. die Wörter in Aquarien sortieren.

Materialsammlungen

Brügge, W./Mohs, K. (3/2007): Therapie der Sprachentwicklungsverzögerungen. Eine Übungssammlung. Ernst Reinhardt, München/Basel.

Literaturhinweise

Glück, C.W. (2003):Semantisch-lexikalische Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Therapieformen und ihre Wirksamkeit. In: Sprache, Stimme, Gehör (27),125-134.

Gegenteil-Memory

Zielstruktur:

Zielwortschatz (schnell – langsam, spitz – stumpf, hoch – tief, alt – jung, trocken – nass, traurig – fröhlich) wird in den Kontext „Baustelle“ eingebettet.

Sprachliche Förderziele:

• Automatisierung des Wortschatzes • Semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes. • Reflexion, dass die jeweiligen Adjektive Antonyme sind • Sicherung der produktiven Verwendung des Wortschatzes.

Materialien:

• Memory-Karten

Vorgehen:

(Zuvor wurde der betreffende Wortschatz und die jeweiligen Symbole eingeführt) Die Symbolkarten liegen verdeckt auf dem Tisch. TH: „Wir spielen jetzt ein Gegenteil-Memory. Es passen immer zwei Karten zueinander, die ein Gegenteilpaar bilden.“ (Der Begriff „Gegenteil“ ist zuvor eingeführt worden). Ein Kind nach dem anderen darf eins aufdecken. Deckt es ein passendes Paar (z.B. langsam – schnell) auf und benennt dieses richtig, darf es sich die Karten nehmen. Wer zum Schluss mehr Paare gefunden hat, ist der Gewinner.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten:

➢ Sollte das Spiel zu schnell zu Ende gehen, könnte man auch pro richtig gefundenem und benanntem Paar einen Muggelstein nehmen, und die Karten wieder neu auf dem Tisch verteilen. Wer dann am Ende mehr Muggelsteine hat, gewinnt. ➢ Man kann daraus auch ein Klatsch-Memory machen. Welches Kind zuerst auf das passende Bild „klatscht“ und die Bilder richtig benennt, bekommt die Karten. ➢ Wortschatz und Umfang kann beliebig gewählt werden. ➢ Wenn die Kinder die Aufgaben und den Wortschatz schon gut beherrschen, kann die Schwierigkeit gesteigert werden, indem jedem Paar ein drittes Bild hinzugefügt wird (langsam-schnell: ; jung-alt, Baby; traurig-lustig, Clown; hoch-tief, Aufzuglift; trocken-nass, Regenschirm; stumpf-spitz, Regenspitz)

Autoren: Magdalena Gebhart und Katharina Freisl

Würfelspiel

Rubrik: Semantisch-lexikalische Therapie

Zielstruktur:

Wortschatz zu den Körperteilen Arm und Bein: Schienbein, Wade, Knie, Kniekehle, Ferse, Zehen, Ellenbogen, Armbeuge, Handgelenk, Hand, Finger; Knöchel.

Sprachliche Förderziele:

Semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes. Automatisierung der produktiven Verwendung des Wortschatzes.

Materialien:

Je ein gelber Würfel mit Symbolbildern zu den Körperteilen Arm und Bein: Und ein roter Tätigkeitswürfel mit Symbolbildern für verschiedenen Tätigkeiten (Joker, das andere Kind an dieser Körperstelle berühren, Körperteil benennen, Pflaster auf Körperteil kleben, Körperteil mit einer Feder streicheln, auf Körperteil zeigen)

. 

Außerdem eine Feder und ein paar Pflaster

Vorgehen:

(Zuvor wurde der betreffende Wortschatz und die jeweiligen Symbole eingeführt) Kinder Würfeln abwechselnd mit einem gelben und einem roten Würfel. Erscheint beispielsweise der Ellenbogen auf dem gelben Würfel und das Pflaster auf dem roten Würfel, so klebt sich das Kind ein Pflaster auf den Ellenbogen (dabei ist zu Beachten, dass sich das Pflaster leicht ablösen lässt, da es sonst so lange dauert. Alternativ kann auch ein Aufkleber verwendet werden) Erscheint die Ferse auf dem gelben Würfel und das Symbol mit den zwei Strichmännchen auf dem roten Würfel, so berührt das Kind, das gewürfelt hat das andere Kind an der Ferse. Für den Joker sollten sich die Therapeuten im Vorfeld ein paar mögliche Tätigkeiten überlegen, falls dem Kind nichts einfällt, z.B. das Körperteil zeichnen, mit dem Körperteil klopfen, stampfen, sich darauf stützen, Körperteil in Robotersprache oder Schneckensprache oder ganz schnell und oft benennen usw.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten:

Zur Steigerung der sprachlichen Produktion des Zielwortschatzes kann die Regel hinzugefügt werden, dass bei jeder Tätigkeit zusätzlich das entsprechende Körperteil laut und deutlich benannt werden muss. Wenn die Kinder die Aufgaben und den Wortschatz schon gut beherrschen, kann die Schwierigkeit gesteigert werden, indem ein Kind mit beiden gelben Würfeln würfeln muss und dann die entsprechende Tätigkeit auf dem roten Würfel zu beiden Körperteilen ausführen muss.

Autoren: Magdalena Gebhart und Katharina Freisl


Mensch ärger dich nicht!

Zielstruktur: Wortfeld „Gesicht“ (Augenbrauen, Wimpern, Nasenflügel, Nasenloch, Lippen und Ohrläppchen)

Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz und Kategoriebildung

Materialien: Selbstgebasteltes „Mensch ärger dich nicht“, Spielfiguren, Würfel

Vorgehen: Für mindestens drei Kinder und Therapeut. Die Regeln sind genauso wie beim normalen „Mensch ärger dich nicht“. Ziel ist es, als erstes seine Figuren im Haus zu haben. Es unterscheidet sich darin, dass man das Bild, auf das man nach dem Würfeln kommt, benennen muss. Kann ein Kind das nicht, darf es nicht vorrücken. Ist dies der Fall, erfolgt die Modellierung durch den Therapeuten.

Ideen zur Umsetzung: • Zur Sicherung als auch zur Wiederholung • Ohne Therapeut mit 4 Kindern spielbar • Mit jedem beliebigen Wortschatz füllbar • Statt Benennung passende Oberbegriffe finden lassen (z.B. Bild „Wimper“ → Obergriff „Auge“)

Autoren: Julia Gerstl und Sandra Eglhuber


Besuch beim Arzt

Zielstruktur: Wortfeld „Oberkörper“ (Brust, Hals, Bauch, Oberarm, Unterarm, Hand, Finger…)

Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz und Kategoriebildung

Material: Evtl. Spielarztkoffer (muss man aber nicht haben), Arztkittel o.ä.

Vorgehen: Da es sich um ein Rollenspiel handelt, ist es mit beliebig vielen Kindern spielbar (Arzt, Arzthelferin…). Ein Kind ist als erstes der Doktor und Therapeut ist als erstes Patient, um das Spiel klar zu machen. Der Patient hat sich verletzt oder ihm tun Körperteile weh. Dabei fallen ihm aber die Begriffe nicht mehr ein und fragt den Doktor, wie heißt das denn nochmal (deutet auf Körperteil). Z.B. Therapeut: „Herr Doktor, mir tut mein Dings so weh. Ja wie heißt das denn jetzt gleich nochmal?“ (deutet auf Arm) Kind: „Ach ihr Arm tut weh.“ (…) Nach einigen Versuchen wird getauscht.

Tipp: Anfangs Körperteile verwenden, die das Kind bereits benennen kann! Später können die neuen Wörter benutzt werden.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten:

• Gesuchtes Körperteil umschreiben (Ort, Aussehen, Funktion…) • Bildkarten mit Stellen, an denen sich Patient verletzt • Pflaster auf wehe Stellen kleben (evtl. mit Kuscheltier)

Autoren: Julia Gerstl und Sandra Eglhuber


Wir ziehen uns passend an!

Zielstruktur: Wortfeld „Kleidung“ (Badeanzug, Sandalen, Sonnenbrille, T-Shirt, Hose, Pullover, Regenjacke, Winterjacke, Schneehose, Regenschirm,…)

Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz und Kategoriebildung

Material: Bilder mit Kindern in unterschiedlichen Jahreszeiten, Abbildungen von passender Kleidung, Schere, Kleber

Vorgehen: Ist sowohl in Therapie als auch im Unterricht anwendbar (beliebig viele Kinder). Es wird vom Therapeuten zur gezielten Förderung ein Bild mit Mensch vorgegeben und Kind soll sich die passende Kleidung für die Jahreszeit/das Wetter aus. Für die Sicherung von behandelten Wörtern muss das Kind die Kleidungsstücke, die es für sein Bild haben will, benennen. Dann werden die passenden Kleidungsstücke ausgeschnitten und aufgeklebt.

Iden zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: • Als Einführung von neuen Wörtern • Problemorienteierte Gestaltung: falsch bekleidetes Bild für die Jahreszeit /Wetter (extrem: z.B. Badeanzug im Winter)

Autoren: Julia Gerstl und Sandra Eglhuber


Das Regenwaldmodell

Zielstruktur: Wortschatz Regenwald – die Stockwerke (der Waldboden, die Sträucherschicht, der erste Stock, die Baumkronen, die Überständer)

Sprachliche Förderziele: Einführung des Wortschatzes und spätere Automatisierung der produktiven Verwendung der neu erlernten Wörter, semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes

Materialien: Regenwaldmodell, Plastiktiere

Vorgehen: Therapeut erzählt eine Urwaldgeschichte, in der die einzelnen Stockwerke bezeichnet werden. Der Therapeut lenkt dabei die Aufmerksamkeit der Kinder durch Gesten und Betonung auf die einzelnen Etagen des Modells. Im Anschluss daran bekommen die Kinder Zeit, das Modell selbstständig zu erkunden und nochmal die Namen zu verbalisieren.

Ideen zur Umsetzung:

  • Kind erzählt eine Regenwaldgeschichte und ein anderes Kind spielt diese mit Hilfe eines Tieres nach (Beispiel: „Der böse Tapir jagt den Affen vom Waldboden in die Baumkronen.“)
  • Kinder ordnen Regenwaldtiere ihrem Lebensraum zu (Kategorisierung)
  • Therapeut erzählt eine fehlerhafte Geschichte („Der Tapir schläft in den Überständern.“)

⇒Kinder bauen nur sinnvolle oder nur sinnlose Äußerungen nach, auch die Kinder sollen Anweisungen geben

  • Übergang zur Bildebene: Kinder vergleichen bildhafte Darstellung auf der Seite mit dem 3D-Modell

Autoren: Rebecca Seitz und Laura Rosenauer

Gipsmaske

Zielstruktur:Wortfeld „Gesicht“ ( Die Nase, das Auge, die Stirn, der Mund, die Backe, das Ohr, die Augenbraue, das Kinn, die Haare (das Haar)) Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz und Kategorienbildung (Benennung der Gesichtsteile mit Artikel)

Materialien:Gesichtscreme, Gips, Schere, Schale mit Wasser Vorgehen:

Anfertigen der Maske: Die Gesichter der Kinder werden zunächst mit ausreichend Creme eingecremt, wodurch der Gips sich später gut lösen lässt. Eine Schale mit Wasser steht bereit, der Gips wird in kleine Stücke zerschnitten. Die Augenbrauen der Kinder werden mit nassen Papierstreifen abgedeckt. Die Gipsstreifen werden nacheinander in das Wasser getaucht und auf die Gesichter der Kinder gelegt, bis das ganze Gesicht mit nassem Gips bedeckt ist. Dabei ist darauf zu achten Augen- und Mundpartie großzügig auszusparen. Nachdem die Gipsmaske vollkommen ausgehärtet ist, lässt sie sich leicht abziehen, ohne dabei die Haut zu verletzen. Dies dauert ca. 20-30 Minuten. Während der Therapeut den Gips auf das Gesicht des Kindes legt, benennt das Kind die Gesichtspartien, wo der Gips zu spüren ist mit dem entsprechenden Artikel („… auf der Stirn ist schon Gips“).

Sprachtherapeutische Überlegungen: Diese Einheit eignet sich besonders zum Abschluss einer Therapieeinheit. Die Zielbegriffe werden wiederholt und die außergewöhnliche Erfahrung mit dem Gips führt im Idealfall zu einer besonders tiefen Elaboration der Begriffe. Insbesondere der episodische Bereich wird in diesem Zusammenhang angesprochen

Vorsicht! Der Therapeut sollte sich regelmäßig rückversichern, ob das Kind mit dem Vorgehen einverstanden ist. Es sollte auch im Vorfeld darüber informiert werden, dass die Maske im Anschluss noch weitere 30 Minuten auf dem Gesicht bleiben muss.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Anschließend besteht die Möglichkeit, die Gipsmasken anzumalen oder zu verzieren, hierzu eignen sich Federn, Glitzer, usw. Bezüglich der Farbwahl, kann es förderlich sein, die Masken möglichst „naturgetreu“ anzumalen oder die Gesichtspartien entsprechend ihrer Artikel zu markieren (feminin-rot, maskulin-blau, neutrum-grün). Überdies eignen sich die Masken, um die Kinder ihre eigenen Gesichter erforschen zu lassen und darüber zu sprechen. Masken unterschiedlicher Schüler können verglichen werden. Insgesamt bietet das Anfertigen und Betrachten der Masken eine Vielfalt an Gesprächsanlässen, die besonders die Elaboration der Zielbegriffe fördert.

Tipp: Als Variation könnte man auch zum Thema „Körper“ einen Hand,- oder Fußabdruck aus Gips machen.

Autoren: Julia Berger, Anna Wagner

Mein Heft

Zielstruktur: Wortschatz zu „Gesicht“ und „Körperteile“ ( Das Gesicht, das Auge, das Ohr, der Mund, die Backe, die Stirn, die Haare, der Hals, die Nase überdies thematische Verben und Adjektive ) Sprachliche Förderziele: Einführung des Wortschatzes, Elaboration und Kategorisierung des Wortschatzes, Speicher,- und Abrufhilfe, Automatisierung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien:Heft, Bildkarten, Schere, Kleber, Foto

Vorgehen: Der Therapeut führt zusammen mit den Schülern ein Heft, in welchem alle Zielbegriffe im Laufe der Zeit gesammelt werden. In dem Heft werden insofern alle Begriffe gesichert und stehen für weitere Übungen, Wiederholungen und Erweiterungen zur Verfügung. Das methodische Vorgehen: Zunächst werden insbesondere Substantive eingeführt und die entsprechenden Bildkarten in das Heft geklebt. Dabei erhält jede Bildkarte eine eigene Seite. Im weiteren Therapieverlauf werden nun Verben und Adjektive eingeführt. Diese werden zu den jeweiligen Substantiven geordnet, zu welchen sie passen (Bspw. Der Mund - Essen). Im Laufe der Zeit entstehen so Netzwerke an Begriffen im Sinne einer tiefen Elaboration. Jedes neu erlernte Gesichtsteil wird erst eingeübt und als Abschluss in das Heft geklebt. Der Therapeut kann sich beliebig oft mit dem Schüler das Heft anschauen und so den Wortschatz wiederholen und testen, wieweit der erlernt Wortschatz noch vorhanden ist und welche Wörter noch mehr Festigung brauchen. Überdies stellt das Heft am Ende der Therapie eine schöne Erinnerung für das Kind dar, in welchem auch über die Zeit der Therapie hinaus immer wieder nachblättern und der Wortschatz selbstständig wiederholt werden kann.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Will man jedem Begriff noch eine „persönliche Note“ geben, eignet es sich über die eigentlichen Bildkarten ein Foto der Kinder zu benutzen. So kann bspw. zum Begriff „Nase“ auch die Nase des Kindes geordnet werden. Autoren: Julia Berger, Anna Wagner

**Detektivspiel**

Zielstruktur: Wortfeld „Gesicht“ ( Die Auge, die Nase, der Mund, die Stirn, die Backe, das Kinn, die Augenbraue) Sprachliche Förderziele: Einführung des Wortschatzes, Elaboration und Kategorisierung des Wortschatzes, Abrufhilfe

Materialien:Bild mit einem Gesicht (laminiert), einzelne Gesichtsteile zum Abnehmen mit Farbpunkten, Farbwürfel

Vorgehen: Ein Spiel, das mit beliebig vielen Personen oder alleine gespielt werden kann. Die Abbildung eines Kopfes liegt abgedeckt auf dem Tisch. Die Abdeckungen sind entsprechend der Gesichtspartien zugeschnitten und mit einem Farbpunkt versehen. Mit einem Farbwürfel wird gewürfelt. Das Kind verbalisiert: „Ich nehme den grünen Punkt.“ Die Abdeckung mit dem entsprechenden Farbpunkt wird von dem Bild genommen. Ein Gesichtsaspekt kommt zum Vorschein. Das Kind benennt diesen durch das entsprechende Zielwort. Das Spiel setzt sich solange fort, bis das ganze Gesicht abgedeckt ist. Sprachtherapeutische Überlegungen: Der Vorteil dieses Vorgehens im Gegensatz zu einzelnen Bildkarten, auf welchen die Zielbegriffe einzeln abgebildet sind, ist, dass der Kontext (in diesem Fall „Gesicht“), in welchem sich die Begriffe bewegen, deutlich bleibt. Die einzelnen Zielbegriffe sind nicht aus ihrem Zusammenhang gerissen, sondern fügen sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen, welches im Sinne einer natürlichen Kategorienbildung ist.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Als Variation ist es möglich mit Hilfe einer (gebastelten) Lupe einzelne Aspekte des Gesichts zu erforschen. Diesbezüglich kann entweder der Therapeut oder das Kind einen Gesichtsaspekt mit Hilfe der Lupe hervorheben und fragen: „Was ist das? Wie heißt das?“ Mit zwei Kindern ist es möglich, dass sie sich gegenseitig Teile des Gesichts zeigen, welche benannt werden sollen und sich folglich gegenseitig spielerisch den Wortschatz abfragen.

Autoren: Julia Berger, Anna Wagner

**Wir erkunden das Fußballfeld**

Zielstruktur: Wortfeld „Fußballfeld“ (Fußballfeld, Rasten, Torpfosten, Netz, Mittellinie, Mittelkreis, Anstoßpunkt, Elfmeterpunkt, Torlinie, Eckfahne) Sprachliche Förderziele: Einführung des Wortfelds; Elaboration von Wortschatz

Materialien: Fußballfeld auf dem Schulgelände, beschrifteter Plan eines Fußballfeldes

Vorgehen: Zur Einführung des Wortfeldes und des Rahmenthemas für die gesamte Therapie, gehen Therapeutin und Therapiekind gemeinsam auf den Fußballplatz auf dem Schulgelände. Gemeinsam wird das Feld erkundet. Bereits bekanntes wird vielleicht benannt und unbekanntes entdeckt. Die Therapeutin holt den mit dem Zielwortschatz beschrifteten Plan des Feldes heraus. Dieser wird gemeinsam angeschaut. Es wird verglichen ob alles vorhanden ist. Die eingezeichneten Punkte werden abgelaufen und benannt. Anschließend werden kleine Wettrennen gemacht. Abwechselnd wird gesagt, „Wer zuerst z.B. bei dem Elfmeterpunkt ist“. Wer ankommt ruft laut den Namen der Stelle. Bei der Auswahl des Zielpunktes darf auf den Plan geschaut werden.

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Wenn es nicht zu windig draußen ist, können auch große Wortkarten auf dem Feld verteilt werden. Außerdem könnten Fotos von den benannten Stellen des Fußballfeldes gemacht werden. Diese könnten in einer späteren Therapiestunde ein Wortfeld-Heft eingeklebt und beschriftet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das Kind die Begriffe bereits gut kennt, könnte es ein anderes Kind über das Fußballfeld führen und dabei die erlernten Begriffe erklären.

Autorin: Sarah Lena Bödeker

**Fußballfeld-Wortkarten-Spiel**

Zielstruktur: Wortfeld „Fußballfeld“ (Fußballfeld, Rasten, Torpfosten, Netz, Mittellinie, Mittelkreis, Anstoßpunkt, Elfmeterpunkt, Torlinie, Eckfahne, Strafraum, Bank, Schiedsrichter, Linienrichter, Trainer, Mannschaft, Spieler)

Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz; Automatisierung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien: großes Bild eines Fußballfeldes auf dem die Punkte die benannt werden sollen sind mit rotem Klebepunkt und Nummer markiert sind, Wortkarten mit dem Wort auf der einen und der jeweiligen Nummer auf der anderen Seite, Liste mit Nummer und dem jeweiligen Anfangsbuchstaben, Muggelsteine

Vorgehen: Auf einem großen Bild eines Fußballfeldes werden zunächst die markierten Orte benannt und die entsprechende Wortkarte zugeordnet. Anschließend werden die Wortkarten verdeckt (also mit der Nummer nach oben) auf dem Tisch ausgebreitet und das Spiel beginnt. Abwechselnd werden nun die markierten Punkte auf dem Bild benannt. Dank der Nummern auf Bild und Wortkarten kann geschaut werden, ob man das richtige Wort gesagt hat. War der Begriff richtig, legt man sie Wortkarte an die richtige Stelle auf dem Fußballfeld und bekommt zwei Muggelsteine. Wer sich nicht sicher ist, kann sich auf der Liste mit den Anfangsbuchstaben Hilfe holen und bekommt dann für eine richtige Antwort einen Muggelstein. Bei einer falschen Antwort wird die Wortkarte wieder umgedeckt und der nächste Spieler ist dran. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Muggelsteine gesammelt hat.

woeter_und_feld.odt

http://www.lernbiene.de/assets/images/Fussball-Werkstatt_Station_2.gif

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Auch als Wiederholung und zur Sicherung kann am Anfang folgender Therapiestunden gespielt werden. Statt Muggelsteine zu sammeln, könnten auch Figuren die Nummern wie auf einem Spielbrett ablaufen. In diesem Fall durfte man einfach zum nächsten Feld weiter, wenn der Begriff richtig genannt wurde. Gewonnen hat dann der Spieler, dessen Figur als erstes beim letzten Begriff angekommen ist. Als Abrufhilfe könnte man zusätzlich zu den Anfangsbuchstaben noch den jeweiligen Artikel oder auch eine Erklärung des Begriffs auf die Liste schreiben.

Autorin: Sarah Lena Bödeker

**Fußballfeld basteln**

Zielstruktur: Wortfeld „Fußballfeld“ (Fußballfeld, Rasten, Torpfosten, Netz, Mittellinie, Mittelkreis, Anstoßpunkt, Elfmeterpunkt, Torlinie, Eckfahne, Strafraum, Bande, Spieler, Trikot)

Sprachliche Förderziele: Elaboration von Wortschatz; Automatisierung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien: Großer Schuhkartondeckel, Kartoffelnetz, Schaschlikspieße, Buntpapier, Pappe, Styroporkugel, grüne Wasserfarbe und weiße Acrylfarbe oder Deckweiß, Bild eines Fußballfeldes

Bastelanleitung für das Fußballfeld: http://www.kikaninchen.de/kikaninchen/freunde/ mitmachmuehle/basteln/btippkartonfussball/ btippkartonfussball112.html

Vorgehen: Die Therapeutin erzählt dem Kind, dass es gemeinsam mit einem Freund ein Fußballfeld basteln darf. Es werden die mitgebrachten Materialen angeschaut und das Therapiekind soll sich überlegen wie daraus ein Fußballfeld entstehen könnte. Auf einem Bild eines Fußballfeldes kann nachgeschaut werden, was alles benötigt wird. Nachdem alle wichtigen Begriffe in Verbindung mit dem dafür zu verwendenden Materialen vom Kind genannt wurden, darf es sich einen Freund (möglichst kein Fußballexperte) dazu holen. Das Therapiekind hat nun die Aufgabe dem anderen Kind zu erklären, was wie gemacht werden soll. Es soll Anweisungen geben und wird zum Experten. Außerdem sollte die Therapeutin immer wieder nachfragen (Was wird das? Wozu wird das benötigt? Warum malst du da jetzt einen Strich? etc.).

Ideen zur Umsetzung, Variationsmöglichkeiten: Diese Therapieeinheit sollte möglichst erst dann erfolgen, wenn sich das Therapiekind einigermaßen sicher ist mit den Begriffen. Denn nur dann kann es seine Rolle als Experte wirklich genießen. Zusätzlich könnte man mit den gebastelten Fingerspielfiguren (s.h. angegebene Homepage mit Bastelanleitung) ein kleines Fußballspiel machen. Bei jedem Schuss den man macht, müssen dann die Stellen des Feldes die der Ball abrollt benannt werden.

Autorin: Sarah Lena Bödeker

Semantisch lexikalische Therapie: Elaborations- und Strategietraining

1. Rahmenhandlung: Geschichten aus dem Zauberwald

Material: Zauberkoffer, Tiere (Vogel, Hirsch, Maulwurf, Bär, Fuchs,…), Zaubertuch, Zauberutensilien (Zauberstab und Umhang), Zauberwaldkulisse (aus Pappe)

Zielstruktur: Präpositionen: auf, unter, neben, in, vor, hinter

• Elaborationstraining:

Sprachliche Förderziele: Sicherung „auf/unter“, bzw. „vor/hinter“ auf semantischer und phonologischer Ebene

Der Zauberwald und seine Bewohner:

➢ Ein Schüler wird mittels Zauberspruch verhext und ist ab nun der Zauberer, der die Tiere des Waldes aus dem Zauberkoffer zaubern darf. T.: „Du kannst das Tier auf oder unter den Koffer zaubern.“ → Zauberwort: 3x entsprechende Präposition schwingen (= in Silben sprechen)

Zielstruktur: „auf, auf, auf“ „un-ter, un-ter, un-ter“ T. hält das Zaubertuch vor die Kiste und stellt/legt das Tier auf oder unter die Kiste. SS. dürfen nun überprüfen, ob sie richtig gezaubert haben.

➢ T. macht Spielhandlung selbst vor: „Der Hase hat Angst vor den bösen Tieren im Wald, deshalb zaubere ich ihn hinter den Baum. Hin-ter, hin-ter, hin-ter.“ → Hase wird hinter Baum gesetzt. Gleicher Vorgang mit Bär, der keine Angst hat und vor den Baum gesetzt wird. → Schüler zaubern selbst.

Zielstruktur: „Hin-ter, hin-ter, hin-ter.“ „vor, vor, vor

Variationsmöglichkeit: der Bär hört schlecht →Spruch laut sagen, der Maulwurf ist langsam → langsam sprechen, etc.

• Abruftraining

1. Präpositionengeschichte:

Material: Tafel + Kreide, Präpositionen-Geschichte, Magnetfiguren

Sprachliche Förderziele: Korrekte Einordnung „in, auf, unter, neben“ auf ikonischer Ebene

➢ Jeder Schüler bekommt einen Magnet-Zauberer. T. liest zunächst isolierte Sätze vor: „…geht hinter den Pilz.“ „…klettert auf den Baum.“ → Schüler hängt seine Figur in/auf/unter/neben das entsprechende Bild an der Tafel.

Höhere Schwierigkeitsstufe: Schüler hören Geschichte und handeln: „X und Y gehen durch den Zauberwald. Sie bleiben neben einem riiiieeeeßigen Felsen stehen. Die beiden Jungen klettern auf den Felsen. Plötzlich hören sie ein lautes Kreischen. Oh nein! Da kommt ein gefährlicher Adler direkt auf sie zu geflogen. Schnell verstecken sich X und Y unter dem Felsen. Der Adler fliegt vorbei. Puuh, noch mal Glück gehabt! Zusammen wandern die Jungen weiter durch den Zauberwald. In der Nähe hören sie ein lautes Brummen. Erschrocken bleiben sie neben einem Baum stehen. HILFE! Das ist der Bär! X und Y klettern auf einen Baum. So kann der Bär sie nicht fressen und er geht weg. Das war knapp! X und Y kommen wieder nach unten. Jetzt ruhen sie sich eine Weile unter dem Pilz aus. Doch was ist das? Da fliegt die böse Hexe auf ihrem Besen an. Die Jungen haben Angst und verstecken sich unter einem Busch. Als die böse Hexe vorbei ist, laufen die Jungen weiter. Sie bleiben neben einem See stehen. „Jetzt gehen wir erst mal schwimmen.“ Lachend hüpfen X und Y in den Fluss. War das eine gefährliche Wanderung!“

2. Präpositionen-Memory:

Material: Memorykarten

Sprachliche Förderziele: Automatisierter Abruf von „neben, in, auf, unter“

Das Spiel lässt sich mit verschiedenen Zielstrukturen spielen; je nach Entwicklungsstand der Kinder:

• Nur Präpositionen nennen: Zielstruktur: „neben, in, auf, unter“

• Präposition im ganzen Satz nennen:

Zielstruktur: „Der Apfel ist auf dem Tisch.“

3. Präpositionen-Domino:

Material:Domino-Karten

Sprachliche Förderziele: Automatisierter Abruf von „vor, hinter“

Rahmengeschichte: „Der Zauberhut sucht den Zauberstab, seinen Freund. Er geht immer vor/hinter einen Gegenstand und sucht dort.“ → Kinder legen gleiche Gegenstände nebeneinander und erzählen Geschichte weiter. Zielstruktur: „Er geht vor den Baum. Er geht hinter den Baum.“

Autorinnen: Alisa Becher, Isabella Beck

__Anzieh-Puppe__

Therapieziel der gesamten Fördereinheiten: Semantisch-lexikalische Wortschatzerweiterung in der 5. Jahrgangsstufe einer Sprachheilschule

Thema der Fördereinheit: Eine Anzieh-Puppe (bereits bekannte Figur des Neandertalers „Talius“) wird umgezogen.

Kick Off: Puppe an-, um- und ausziehen

Wortmaterial Verben: an-, aus- und umziehen;tragen,schmücken, (binden evt.)

Sprachliche Förderziele: Die SS sollen über die handlungsorientierte Therapiephase Anweisungen mit den neuen Verben umsetzen (rezeptiv). Die SS sollen die Verben in der 1. und 2. Person Sing. als versprachlichte Anweisungen umsetzen (produktiv).

Materialien: Anzieh-Puppe, dickes und dünnes Fell, Mütze, Knochenkette

Vorgehen:

Kind sitzt mit Therapeuten am Tisch, vor ihnen liegt die Puppe mit ihren Klamotten. Zunächst gibt der Therapeut Anweisungen, wie das Kind die Puppe anziehen soll (z.B.: „Draußen ist es so aber zu kalt für Talius. Du sollst ihm etwas Warmes anziehen. Denke auch an seinen kalten Kopf.“). Auf die gleiche Weise soll das Kind Talius noch ein paar Mal umziehen (z.B.: „Draußen wird es jetzt wärmer, ich denke das andere Fell reicht nun. Du sollst Talius nun umziehen/etwas ausziehen/schmücken/…“). Später sollen die Rollen getauscht werden und das Kind soll äußern, wie der Therapeut Talius kleiden soll. Zielstruktur: „Du sollst Talius die Mütze anziehen.“ „Du sollst Talius das Fell ausziehen.“ „Du sollst Talius umziehen.“ „Du sollst Talius mit der Knochenkette schmücken.“ Etc.

Variation: 2 Kinder ziehe Talius zunächst abwechselnd an/aus/um. Später dürfen sich die Kinder gegenseitig Anweisungen geben, was mit der Puppe Talius und der vorhandenen Kleidung geschehen soll.

Bildkarten zum Ausdrucken:

wortkarten_pdf.pdf

Autoren: Husel Laura, Thüringer Veronika

Höhle

Therapieziel der gesamten Fördereinheiten: Semantisch-lexikalische Wortschatzerweiterung in der 5. Jahrgangsstufe einer Sprachheilschule Thema der Fördereinheit: Eine Höhle der bereits bekannten Figur des Neandertalers „Talius“ wird vorgestellt.

Kick Off: Talius führt durch seine Höhle und erzählt von seinem Alltag Wortmaterial Verben: (sich) zurückziehen, garen, anfertigen, zielen, zerteilen

Sprachliche Förderziele: Die SS sollen über die handlungsorientierte Therapiephase Anweisungen mit den neuen Verben umsetzen (rezeptiv). Die SS sollen die Verben als versprachlichte Anweisungen umsetzen (produktiv).

Materialien: Höhle, Talius, Bäume, Feuerstelle, Topf, Messer und Speer Vorgehen: Kind und Therapeut sitzen zusammen an einem Tisch, vor Ihnen stehen die Höhle und die Figur „Talius“. Zuerst beginnt der Therapeut mit Handlungsanweisungen.

Vorgehen:

Bsp.: „Brr heute ist es draußen so kalt. Da soll sich Talius am Besten in seine Höhle zurückziehen. Damit er sich auch nicht langweilt, soll er sich einen Speer anfertigen. (…) Wenn er dann Hunger bekommt, soll sich Talius etwas zum Essen garen. Fleisch hat er besonders gern. Schau, da liegt sein Messer, mit dem soll er sich zuerst ein Stück Fleisch teilen, weil so viel auf einmal kann er gar nicht schaffen. (…)“ Anschließend werden die Rollen getauscht und das Kind darf dem Therapeuten Anweisungen geben, was Talius in seiner Höhle machen soll.

Zielstruktur: „Talius soll sich in die Höhle zurückziehen.“ „Talius soll Essen garen.“ „Talius soll einen Speer anfertigen.“ „Talius soll mit dem Speer auf etwas zielen.“ „Talius soll mit dem Messer ein Stück Fleisch teilen.“ Etc.

Variation: 2 Kinder spielen mit Talius zunächst abwechselnd Anweisungen des Therapeuten nach. Später dürfen sich die Kinder gegenseitig Anweisungen geben, was mit der Puppe Talius und den vorhandenen Materialien geschehen soll.

Autoren: Husel Laura, Thüringer Veronika

Gefühle-Domino:

Zielstruktur:

  • Wortschatz Gefühle (Adjektive: einsam, gemeinsam, ängstlich, mutig, wütend, zufrieden, traurig, glücklich, unfreundlich, freundlich)

Sprachliches Förderziel:

  • Automatisierung des Wortschatzes
  • Semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes
  • Sicherung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien:

  • Dominokarten (Eine Karte besteht aus zwei Teilen; auf der ersten Hälfte befindet sich ein Smiley das für ein Gefühl steht; auf der zweiten Hälfte befindet sich ein Adjektiv, das zu einem anderen Smiley gehört;)

Spielablauf:

  • Das Spiel ist sowohl für ein Kind, als auch für mehrere geeignet. Das Kind/die Kinder sitzen mit dem Therapeuten an einem Tisch, in der Mitte wird die erste Karte vom Therapeuten aufgedeckt. Die restlichen Karten liegen offen vor dem Kind/den Kindern. Das Kind/die Kinder sollen nun eine neue Karte finden, die zu der Startkarte passt. Am Schluss sollen alle Karten in einem Viereck angeordnet und verbaut sein. Wichtig dabei ist, dass die Handlungen und Gedanken des Kindes/der Kinder dabei versprachlicht werden sollen.

Variationsmöglichkeiten:

  • An Stelle der Smileys könnten auch eine Beschreibung des Gefühls oder einer Situation, in der man sich so fühlt stehen; ebenso wäre ein Bild einer solchen Situation möglich
  • Genauso kann natürlich einem Smiley ein Bild oder eine Beschreibung einer Situation bzw. des Gefühls zugeordnet werden
  • Kann auch als Gegensatz-Domino zusammengestellt werden; dabei passen jeweils beispielsweise die gegenteiligen Smileys und Adjektive zusammen

Gefühle-Uhr:

Zielstruktur:

  • Wortschatz Gefühle (Adjektive: einsam, gemeinsam, ängstlich, mutig, wütend, zufrieden, traurig, glücklich, unfreundlich, freundlich)

Sprachliches Förderziel:

  • Automatisierung des Wortschatzes
  • Semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes
  • Sicherung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien:

  • Vorlage Uhr (10 Felder) zum ausschneiden
  • Vorlage Smileys und Adjektive zum ausschneiden
  • Vorlage Zeiger zum ausschneiden
  • Musterklammer
  • Locher
  • Klebstift

Ablauf:

  • Der Schüler/die Schüler bekommen je einen Satz Vorlagen zum ausschneiden; anschließend sollen die zusammengehörigen Smileys und Adjektive zusammengeordnet und in jeweils eine Spalte der Uhr geklebt werden; Die Smileys dürfen in einer beliebigen Farbe ausgemalt werden, jedoch soll erklärt werden, warum man sich diese Farbe ausgesucht hat und was damit verbunden wird; zum Schluss wird in die Mitte der Uhr und in den Zeiger ein Loch gestanzt und der Zeiger mit Hilfe der Musterklammer an der Uhr befestigt; Alle Arbeitsschritte sollen dabei vom Schüler versprachlicht werden

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Der Schüler/die Schüler kann die Gefühlsuhr an seinem Schultisch anbringen und so jederzeit seine Gefühlslage zum Ausdruck bringen
  • Dem Schüler/den Schülern kann eine kurze Geschichte vorgelesen werden und er/sie soll/sollen auf der Uhr einstellen, um welches Gefühl es dabei ging
  • Dem Schüler/den Schülern kann eine Situation gezeigt werden und er/sie soll/sollen auf der Uhr einstellen, um welches Gefühl es dabei ging
  • Dem Schüler/den Schülern wird ein Gefühl genannt oder ein Smiley gezeigt und er/sie soll/sollen auf der Uhr das Gegenteil davon einstellen

Gegenteil-Memory:

Zielstruktur:

  • Wortschatz Gefühle (Adjektive: ängstlich – mutig; wütend – zufrieden; unfreundlich – freundlich; einsam – gemeinsam; traurig – glücklich)

Sprachliches Förderziel:

  • Automatisierung des Wortschatzes
  • Semantische und phonologische Verknüpfung des Wortschatzes
  • Reflexion, dass jeweilige Adjektive Antonyme sind
  • Sicherung der produktiven Verwendung des Wortschatzes

Materialien:

  • Memory-Karten (Insgesamt 20 Karten; 10 mit Smileys; 10 mit Adjektiven; insgesamt also je 5 Smiley-Paare und 5 Adjektiv-Paare)

Spielablauf:

  • Das Spiel ist sowohl für ein Kind, als auch für mehrere geeignet. Das Kind/die Kinder sitzen mit dem Therapeuten an einem Tisch, in der Mitte liegen die verdeckten Memory-Karten. Therapeut klärt zunächst, ob das Spiel Memory bekannt ist und erklärt gegebenenfalls, wie das Spiel funktioniert und welche Karten zusammenpassen. Falls das Spiel noch unbekannt ist, können für den Anfang auch weniger Paare verwendet werden. Es dürfen immer zwei Karten aufgedeckt werden, ist es ein passendes Pärchen, darf es behalten werden und ein neues Pärchen aufgedeckt werden. Passen die aufgedeckten Karten nicht zusammen, ist das nächste Kind/der Therapeut an der Reihe. Das Spiel verläuft so lange nach diesem Prinzip, bis alle Paare gefunden sind. Wer am Schluss mehr Paare gefunden hat, ist der Gewinner des Spieles. Wichtig bei dem Spiel ist es, dass die Handlungen von den Kindern versprachlicht werden sollen.

Variationsmöglichkeiten:

  • An Stelle der Smileys könnten auch eine Beschreibung des Gefühls oder einer Situation, in der man sich so fühlt stehen; ebenso wäre ein Bild einer solchen Situation möglich
  • Genauso kann natürlich einem Smiley ein Bild oder eine Beschreibung einer Situation bzw. des Gefühls zugeordnet werden
  • Kann, falls zu schwer, auch mit weniger Gegensatzpaaren oder nur mit Adjektiven oder Smileys gespielt werden
  • Wortschatz und Umfang sind variabel und können an die Leistungsfähigkeit des Kindes/der Kinder sowie an die zur Verfügung stehende Zeit gut angepasst werden

Autor: Andreas Holler, LMU München

Wortschatzelaboration im semantischen Feld „Arbeit und Berufe“

Spielidee 1 (von Tanja Seßler, LMU München)

Zielsetzung:

  • Thema: „In der Berufsschule“ (Wie komme ich zu meinem Traumberuf?).
  • Inhalt: Sicherung von Bedeutung und Wortform ´reflexiver Verben`
  • Lernwörter: sich informieren, sich entscheiden, sich anstrengen, sich bewerben, sich vorstellen, sich anmelden

Spracheilpädagogisches Förderziel: Elaboration der Lernwörter auf semantisch-konzeptueller, syntaktischer und prozeduraler Ebene unter Berücksichtigung phonologischer, morphologischer und graphemischer Informationen.

Material: Wortkarten mit Lernwörtern, ev. Setting Berufsschule mit Identifikationsgegenständen für Schüler und Fachpersonal (z.B.: Kappe und Namensschildchen)

Vorgehen:

Themaeinführung und Klärung des Settings ´Berufsschule` (z.B.: Bild von Schulabgängern; offene Frage bzgl. Pläne der Schüler nach der Schule); wichtig: Therapeut stellt sich in seiner Rolle als ´Fachpersonal / Experte der Berufsschule` vor, dem die Schüler alle möglichen Fragen stellen können und hoffentlich die nötigen Antworten bekommen, wie es für sie nach der Schule weiter gehen soll und was sie selbst machen können, um zu ihrem Traumberuf zu gelangen. Wortkarten werden auf den Tisch gelegt und vom Therapeuten (alias dem ´Experten`) pantomimisch dargestellt. Die Schüler sollen raten und entsprechende Wortkarte zuordnen. Gegebenenfalls kann im Anschluss hieran auch gleich ein Schüler die Rolle des ´Experten´ übernehmen und die Lernwörter nochmals pantomimisch darstellen. Dann werden die Lernwörter gemäß einer richtigen Schule fachmännisch ´analysiert` - soll meinen einer phonologischen / graphemischen Analyse (z.B.: Anlaut, Silbenzahl, orthographischer Besonderheiten) und morphologisch / semantischen Analyse mittels Assoziationen, Kollokationen sowie Herausfiltern einzelner Wortteile mit semantischem Gehalt. Sind nun alle Schüler hinreichend Experten, wird gemeinsam ein Szenario durchgespielt, wie ein derartiges Gespräch in der Berufsschule verlaufen könnte. Hierbei muss pro Lernwort ein Beispielsatz formuliert werden (z.B.: Wenn du wirklich Graphiker werden willst, musst du dich ganz arg anstrengen, um den nötigen Notendurchschnitt für die Schule zu erreichen.) und eine sinnvolle und begründete Reihenfolge für die einzelnen Handlungen gefunden werden. Zum Abschluss erfolgt ein Rollenspiel mit vertauschten Rollen (Therapeut = Schüler, Schüler = Experte; Schüler übernehmenden Rollen und Therapeut nimmt sich zurück). Wesentlich ist dabei, dass der Schüler in der Schülerrolle viele Fragen an den Experten richtet. Der Experte muss versuchen möglichst einfach und logisch dem Schüler zu erklären, was dieser jetzt alles machen muss, um zu seinem Traumberuf zu gelangen. Abhängig von den Fähigkeiten der Schüler können dabei die Lernkarten aufliegen oder verdeckt werden.

Spielidee 2 (von Tanja Seßler, LMU München)

Zielsetzung:

  • Thema: „Reise in die Vergangenheit“

(Wen haben wir kennengelernt und was haben wir erfahren?)

  • Inhalt: Wiederholung der Lernwörter aus mehreren Einheiten und Abrufübung
  • Lernwörter: sich Gedanken machen, planen, durchdenken, tippen, berechnen, kommunizieren, informieren, benachrichtigen, sich entscheiden, sich anstrengen, sich bewerben, sich vorstellen, sich anmelden, robust, kreativ, präzise, schöpferisch, sorgfältig, schwindelfrei, feinmotorisch, körperlich, geistig, anstrengend

Sprachheilpädagogisches Förderziel: Sicherung der Lernwörter auf semantischer, syntaktischer, morphologischer, phonologischer, graphemischer Ebene und Abruf mit dementsprechenden cues.

Materialien: Spielplan, Ereigniskarten, Spielfiguren, Spielwürfel (3er-, 6er-Würfel)

Vorgehen: Gemäß den verschiedenfarbigen Symbolfeldern gibt es Ereigniskarten mit Aufträgen. Kommt man mit seiner Spielfigur auf ein solches Symbolfeld, muss eine Aufgabe mit der entsprechenden Farbe beantwortet werden. Gelingt dies nicht, muss man die gewürfelte Augenzahl wieder zurückgehen. Dabei gibt es auch Glücks- und Pechfelder, bei denen man entweder eine bestimmte Anzahl an Feldern vor- oder zurückgehen darf bzw. muss. Gewinner ist wer als Erstes im Ziel ist. Die Ereigniskarten beinhalten dabei Aufgeben zu Schüttelwörtern (graphemische Ebene), Relationenbildung, kontextuelle Einbettung durch Beispielsätze, Umschreibungen (semantische Ebene, syntaktische Ebene) und Abruf mit syntaktischen und phonologischen cues (syntaktische Ebene, phonologische Ebene). Ferner kann das Spiel auch als Strategietraining zum Selbstmanagement des Wortschatzabrufes herangezogen werden (z.B.: Impuls Therapeut: Überlege was noch hilfreich sein kann!… Überlege wo du das Wort kennengelernt hast!… Vielleicht fällt dir eine konkrete Situation ein!…). Abhängig von der Zeit kann mit einem 3er-Würfel oder einem 6er-Würfel gespielt werden.

therapie/semantisch-lexikalische_stoerungen.txt · Zuletzt geändert: 2014/02/03 02:13 von uni-mue-begleitkurs
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